OFFROADSTICKER
Grafische Dienstleistungen Johannes Zaehrl
  • Verfassen von Bedienungs- und Montageanleitungen
  • Grafische Dienstleistungen / Desktop Publishing

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein…

...und definiert sich nicht nur über seine Arbeit. Neben meiner Arbeit habe natürlich auch Freizeitinteressen. Ich bin der Faszination der Wüsten hoffnungslos erlegen und unternehme regelmäßig Expeditionsreisen mit dem Geländewagen nach Nordafrika, um meine Sehnsucht zu befriedigen. Diese Reisen finden jeweils im Frühjahr und im Herbst statt und es ist nicht immer einfach meine Reisepläne mit meiner Arbeit in Einklang zu bringen.
Dankenswerterweise haben meine Stammkunden bisher immer großes Verständnis und Wohlwollen bewiesen
und wir fanden stets eine für beide Seiten akzeptable Lösung - dafür bedanke ich mich herzlich!

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Absolut zuverlässiger Partner auf allen meinen Reisen ist dabei mein TOYOTA LandCruiser HJ60.5, Baujahr 1986. Dieses Urgestein von Geländewagen brachte mich bisher immer ans Ziel und, was noch viel wichtiger ist, auch immer wieder nach Hause zurück. Er ist für mich weit mehr als "nur ein Auto", sondern repräsentiert vielmehr eine Lebenseinstellung. Dieser Ausbund an Zuverlässigkeit hat es mir ermöglicht, traumhafte Landschaften und Kulturen zu erfahren, wundervolle Freundschaften zu schließen und damit meinen Horizont entscheidend zu erweitern.

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Bild oben: Abendliche Rast im kleinen aber feinen "Erg Chebbi" (Marokko).

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Bild oben: Mein Toyota und ich, beide rundum glücklich, in einem Weichsandabschnitt im südlichen Sperrgebiet Tunesiens, hier in der Nähe der Grenze zu Libyen.

Tatsächlich darf ich behaupten, dass sich vor allem mit den Reisen in und durch die Sahara mein Weltbild grundlegend verändert hat. Die Weite der Wüste und die Stille in den Dünen sind stets ein unbeschreibliches Erlebnis und wirken bewusstseinserweiternd im eigentlichen Wortsinne. Fotos können diesen Eindruck nur sehr eingeschränkt vermitteln - wenn überhaupt. Von den wenigen Menschen, die diese Leere bevölkern kann man nur lernen: Die Effizienz, mit der aus so wenig soviel Lebensfreude generiert wird, beeindruckt nachhaltig!

Ich bin selten freundlicheren und aufgeschlosseneren Menschen begegnet als in den Weiten der Sahara.

Mein persönliches Ziel ist es, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Arbeit und Freizeit zu erreichen. Ohne die Bestätigung aus meiner Arbeit könnte ich meine Freizeit keinesfalls genießen. Aber ich arbeite um zu leben: Nur die Dynamik zwischen Bedürfnis und Befriedigung birgt die Möglichkeit für zumindest zeitweise Zufriedenheit. "Wunschlos glücklich" zu sein ist ein Widerspruch in sich und damit unmöglich!

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Bild oben: Hier folgten wir einer sehr freundlichen Einladung zum Tee im Kreis einer Nomadenfamilie tief im Süden Algeriens (2002, Gräberpiste). Diese Familie lebt mitten im Nichts - hunderte von Kilometern abseits jeglicher Menschenansiedlung. Der Baum erfüllt die Aufgaben eines Wohnhauses: Er bietet Schutz vor direkter Sonne, dient als Lagerraum und war zu dieser Zeit ihr Lebensmittelpunkt. Die Kinder hatten uns bereits aus großer Entfernung bemerkt und waren gut und gern einen halben Kilometer gerannt um uns anzuhalten. Wie sich herausstellte, waren zwei Familienmitglieder erkrankt, aber wir konnten mit Augensalbe und Antibiotika helfen.

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Bild oben: Hier hatten uns unterwegs zufällig getroffene Berber eingeladen, im Kreis ihrer Sippe zu übernachten und gemeinsam mit ihnen zu essen. Die Familie lebt in einem Tal nur einige hundert Kilometer südlich des "Erg Chebbi" an der Grenze zu Algerien. Es war ein unvergesslicher Abend - aber nicht nur, weil die Temperatur in der Nacht nicht unter 42 Grad fiel... (Marokko 2006)

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(Illustration entnommen aus der Publikation "60 Years ARRL")

Neben meinen Reisen mit dem Geländewagen ist die Funktechnik eine meiner Hauptinteressen und bestimmt mein Leben ebenfalls in weiten Teilen. Ich bin seit 1993 lizensierter Funkamateur (Rufzeichen: exDG2NFF, exDH8NAY, jetzt DL9NEF), leidenschaftlicher Kurzwellenhörer und sammle und restauriere vor allem große und schwere kommerzielle Funktechnik aus der Röhren-Ära, sogenannte „Boatanchors“ (Schiffsanker). Eine Bezeichnung, die die Erscheinung dieser Geräte nicht besser beschreiben könnte. Die nachfolgenden Bilder zeigen einige renommierte Vertreter dieser Gerätegattung. Exemplare der gezeigten Geräte finden sich erfreulicherweise auch in meinem Besitz wieder.

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Bilder oben: Collins R 390-A (USA; links) und Rohde & Schwarz EK07D2 (Deutschland; rechts)

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Bilder oben: RCA AR-88 (USA; links), Telefunken E-104 Kw10 (Deutschland; rechts). Der E-104 ist meiner Meinung nach der beste Röhren-Kurzwellenempfänger, der je gebaut wurde (mit Gehäuse ca. 85 kg).

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Bild oben: Funkamateure bestätigen sich gegenseitig getätigte Funkverbindungen durch Austausch von "QSL-Karten". Sie sind notwendig zum Erlangen sog. "Diplome", eine angenehme Erinnerung und werden daher von den meisten Funkamateuren gesammelt und aufbewahrt. Sie werden so nach einigen Jahren auch zu einem Platzproblem...

Die Abbildung zeigt meine aktuelle "QSL-Karte". Das Motiv des "morsenden Wildschweins" stammt vom bekannten Nürnberger Cartoonisten Gerd Bauer (er verwendete allerdings ein lokal coloriertes Synonym) und wurde von ihm exklusiv für mich gezeichnet. Er meinte, damit wäre ich perfekt charakterisiert...soso... ;)

Das Motiv der freundschaftlich miteinander verbundenen Weltbevölkerung stammt von meiner Freundin Iris Distler aus Weigelshofen bei Forchheim. Iris hat sich übrigens auch selbst mit in die Gruppe eingebracht: Sie repräsentiert "Europa" auf der "9-Uhr-Position" .


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